
„Schon früh habe ich zwei Worte gestrichen aus meinem Wortschatz: H-A-T-E (Hass) und R-E-V-E-N-G-E (Rache)“, erzählt Leon Weintraub in einem Gespräch, das „Der Spiegel“ anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 🔒veröffentlicht hat. „Das erste, weil ich früh eingesehen habe, dass Hass so viel Elend unter die Menschen gebracht hat. Und das zweite Wort, da habe ich mir gedacht: Tue ich dem Täter das an, was er mir angetan hat, dann sinke ich doch auf sein Niveau.“ Der 100-Jährige hat vier Konzentrationslager überlebt. Er appelliert, die Verbrechen der Nationalsozialisten nie zu vergessen und sich rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien entgegenzustellen, die Menschen ausgrenzen und die Gesellschaft spalten wollen.
Am 27. Januar wird weltweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Vor 81 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit.
In Stuttgart laden die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und die OMAS GEGEN RECHTS Stuttgart an zum Augen-Auf-Kinotag ein. Um 18 Uhr wird im Atelier am Bollwerk der Film „Das geheime Stockwerk“ von Norbert Lechner gezeigt. Karten gibt es hier.

