„Omas gegen Rechts“ in Groß-Umstadt dürfen wieder singen

In Groß-Umstadt, einem Städtchen im südhessischenLandkreis Darmstadt-Dieburg, sorgt die Initiative „Omas gegen Rechts“ seit Längerem mit Liedern und Aktionen für Aufmerksamkeit. Sie setzt sich gegen Rechtsextremismus und für Demokratie, Menschenrechte und ein respektvolles Miteinander ein. Ihre Auftritte verstehen die Engagierten als sichtbares Zeichen zivilgesellschaftlicher Beteiligung im öffentlichen Raum. Immer wieder stoßen ihre musikalischen Beiträge auf große Zustimmung bei Passantinnen und Passanten, die stehen bleiben, mitsingen oder das Engagement der Gruppe unterstützen. Zugleich zeigen die Diskussionen vor Ort, dass der Umgang mit politischen Kundgebungen und kreativen Protestformen immer wieder neu ausgehandelt werden muss. Nach Beschwerden über laute Musik an Infoständen im Ort gibt es nun grünes Licht für ihre Darbietungen. Für die „Omas gegen Rechts“ ist klar: Sie wollen ihre Stimme weiterhin erheben – mit Liedern, Plakaten und Gesprächen – und damit ermutigen, sich offen gegen Hass und Ausgrenzung zu positionieren. So tragen sie dazu bei, demokratische Werte im Alltag sichtbar und hörbar zu machen.(bi)