Omas gegen Rechts: Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus

In Lichtenfels planen die „Omas gegen Rechts“ anlässlich des Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs eine Mahnwache auf dem Marktplatz. Die Veranstaltung am 8. Mai soll an die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnern und ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Nach Angaben der Initiative wird dabei insbesondere die Bedeutung demokratischer Werte und gesellschaftlicher Verantwortung betont.

Beim jüngsten Treffen der Gruppe stand zudem die mögliche Aufstellung einer Gedenktafel am Bahnhof im Mittelpunkt der Diskussion. Hintergrund ist die historische Rolle des Bahnhofs während der NS-Zeit, die nach Ansicht der Organisatorinnen stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden soll. Die Tafel könnte künftig über lokale Ereignisse informieren und zur Auseinandersetzung mit der Geschichte anregen.

Die Mahnwache soll bewusst niedrigschwellig gestaltet werden und richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger. Neben kurzen Redebeiträgen ist auch ein stilles Gedenken vorgesehen. Die „Omas gegen Rechts“ sehen die Veranstaltung als wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur vor Ort und rufen zur breiten Beteiligung auf.

Die Initiative ist seit mehreren Jahren in der Region aktiv und engagiert sich für Demokratie, Toleranz und gegen Rechtsextremismus.(bi)

Quelle: Obermain Tagblatt 🔒