Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine 71-jährige Frau aus Halle, die, so die Behörde, auf einer Demonstration in Magdeburg ein Schild hochgehalten habe, auf dem zu lesen gestanden haben soll, dass Björn Höcke ein Nazi sei. Das sei der Anfangsverdacht für eine Straftat wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung von Personen des politischen Lebens, so das Innenministerium auf Nachfrage einer Grünen-Abgeordneten. Eine abschließende rechtliche Bewertung, so das Ministerium, stehe allerdings noch aus. Die Geschehnisse sollen sich auf einer Demonstration der „Omas gegen Rechts“ gegen den AfD-Parteitag in Magdeburg am 11. April dieses Jahres zugetragen haben. Die Polizei sei eingeschritten, weil das beanstandete Schild Höcke mit erhobenem rechten Arm gezeigt habe, so dass die Verwendung von verfassungswidrigen Kennzeichen im Raum stand und die Beschuldigte sich ausweisen und das Plakat vor Ort übermalen musste, so die Magdeburger Volksstimme in einer Meldung vom 20.05.2026. In vergleichbaren Fällen sahen Staatsanwaltschaften in Hamburg und Frankfurt/Main bisher davon ab, Ermittlungen aufzunehmen, da Höcke bereits mehrmals wegen des Verwendens verbotener Nazi-Parolen verurteilt worden war.(b.)

