Ich freue mich sehr auf das Familienfest der SSB im Straßenbahndepot. Doch als OMA GEGEN RECHTS befasse ich mich auch mit Themen wie Ausgrenzung durch Rechtsextreme und Nazis. Für uns ist das Einsteigen in Bus und Bahn und Mobilität selbstverständlich. Für einige Menschen war das in unserem Land nicht immer möglich. Zum Jubiläum der SSB 1926 bis 2026 möchte ich an die antijüdischen Verordnungen erinnern, die die Nationalsozialisten gleich ab 1933 erlassen haben. Diese hatte eine systematische Ausgrenzung und Entwürdigung von Juden und Jüdinnen zur Absicht. Dies betraf auch Bus und Bahn. Juden und Jüdinnen wurden in einer Verordnung einfach vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen. Da sie nicht einmal Auto fahren durften, mußten sie zu Fuß weiter kommen, egal wie weit entfernt das Ziel war, ob jung, ob alt.
Antijüdische Rechtsvorschriften im Deutschen Reich 1933–1945:
Öffentliche Verkehrsmittel − Verbot
Ergänzung zur Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden vom 1.9.1941: „Die Benutzung der öffentlichen Verkehrmittel durch Juden ist aufs äußerste zu beschränken.“ RdErl − RSHA (Walk, S. 364) *1
„Verbot der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln durch Juden im Reich. Ausnahmen für Zwangsarbeiter nur, wenn der Arbeitsplatz mehr als 7 km vom Wohnort entfernt ist. Sitzen in den Verkehrsmitteln verboten.“*2 *1https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_antij%C3%BCdischer_Rechtsvorschriften_im_Deutschen_Reich_1933%E2%80%931945
*2 „Judenprogrom- 50 Jahre danach, sbg, 1988, Krefeld
Sitzen in den Verkehrsmitteln verboten!!! Wie ist es gewesen für nichtjüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen, wenn sie einer alten jüdischen Frau keinen Platz anbieten durften? Wenn alte wie junge jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen von der schweren Zwangsarbeit nach Hause wollten, und sie mußten stehen, obwohl noch Plätze frei waren. Was haben die Mitreisenden wohl gedacht, wie fühlten sie sich? Wo war das christliche Miteinander?
Diese Form der Ausgrenzung ist auch heute wieder möglich, wenn wir den rechtsextremen Politikern die Macht dazu geben. Die AfD plakatiert jetzt schon in Sachsen-Anhalt: „Migranten abschieben-alles ist möglich“Deswegen darf das Versprechen: „nie wieder Nationalsozialismus!“ nicht vergessen und muss die Menschenwürde vehement verteidigt werden! Damit wir weiterhin miteinander als Gleiche unter Gleichen in UBahn und Bus unterwegs sein können!(cs)

